Sonntag, 26. Mai 2013

14. Kapitel / 2


Langsam taten ihnen die Füsse weh und so schlenderten sie wieder in Richtung Hafen. Kira schaute immer wieder verstohlen auf das Display ihres Handys. Aber es klingelte nicht. “Martin ruft NACH seiner Tour an, hat er gesagt. Hab Geduld, er meldet sich ganz bestimmt!” beruhigte sie sich selbst. Sie war voller Vorfreude auf das Wiedersehen und hätte vor Ungeduld platzen können. Neben der Busstation lud das bunte Schild einer Eisdiele zum Verweilen ein und Miguel spendierte das nachträgliche Dessert. Der Eisbecher schmeckte köstlich, aber die Hitze liess das Eis schnell schmelzen und sie mussten sich beim Löffeln ganz schön beeilen. Kira und Sam schauten sich interessiert um und beobachteten die Leute. An den Nachbartischen wurde spanisch, englisch, französisch, deutsch und in weiteren fremdartig anmutenden Sprachen diskutiert und gescherzt. Das Völkchen der Kreuzfahrer war also bunt gemischt und aus aller Herren Länder. “Ach ja, eine Kreuzfahrt würde mir auch gefallen.” überlegte Samantha und übersetzte ihre Worte für Miguel ins Spanische. Miguel, der inzwischen fast Affenarme bekommen hatte, bat die Mädels hier zu warten. Also hatten sie Zeit für ein Frauengespräch. “Hat Martin sich schon gemeldet?” fragte Sam. Und Kira erzählte ihr, dass er doch erst nach der Arbeit anrufen würde. “Also musst du noch Geduld bis ca. 18 Uhr aufbringen müssen.” überlegte Sam. “Bis er geduscht und umgezogen ist, plus Fahrtzeit, wird er dich gegen 20 bis 21 Uhr abholen. Cool, da kannst du vorher noch mit zum Abendessen kommen!” freute sich Sammy. “Und wenn er mich zum Essen ausführen will? Dann bin ich schon satt und verderbe ihm den Spass.” hielt Kira dagegen. “Ach, warte einfach ab bis er anruft, dann kannst du ja immer noch nachkommen.” entschied Samantha. Gerade bog Miguels Auto um die Ecke und die Beiden sammelten ihre Tüten ein und verließen das Eiscafe. In einem kleinen Fischerdorf hielt Miguel direkt am malerischen Strand noch einmal an. Er wollte fangfrischen Fisch kaufen und sie begutachteten den auf sauberen Planen ausgelegten Fang des Nachmittages. Miguel nannte ihnen die Namen der farbenfrohen Meeresbewohner und die jungen Frauen betrachteten sie interessiert. Es gab Thunfisch, verschiedene Buntbarsche, rote Meerbrassen, Barben und schillernde Papageifische zu bestaunen. Auch ein grosser Calamar gehörte zur Ausbeute. Miguel handelte eine Weile scherzend und lachend mit dem jeweiligen Verkäufer und packte seinen Einkauf in einen extra dafür vorgesehenen Eimer im Kofferraum. Sam und Kira beguckten sich inzwischen die Fischerboote und konnten kaum glauben, dass ein paar davon überhaupt noch seetüchtig waren, so alt und verschlissen wie das Holz aussah. Sie beobachteten ein weiteres Boot, das mit seinem Fang den Strand anvisierte. Sie staunten nicht schlecht, denn das Boot wurde von vier starken Männern mit Rudern bewegt, ganz ohne Motor. Auf der Weiterfahrt berichtete Miguel, dass das Leben der Fischer nicht einfach und auch gefährlich ist. Vielen fehlt einfach das Geld, um die Boote ordentlich zu warten oder einen teuren Motor zu kaufen. Also fahren sie mit ihren altersschwachen Kähnen, oft nur von Muskelkraft angetrieben, aufs Meer hinaus. Wenn sie von einem plötzlichen Sturm überrascht werden, passiert es manchmal, dass ein Boot nicht zurückkehrt. Kira und Sam schwiegen erschreckt, so hatten sie sich das Leben der Fischer nicht vorgestellt! Und es erinnerte sie daran, den Fischern in Rincon die Belohnung für ihre Rettung zukommen zu lassen. Miguel versprach, mit Sam am Abend hinzufahren und die Mädels fühlten sich gleich ein kleines bisschen besser. Miguel half den Beiden beim Ausladen ihrer Einkäufe und verabschiedete sich von Kira. Seine Sam würde er am Abend wie versprochen abholen. Kira schaute auf die Uhr und jubelte innerlich: “Es ist schon 17 Uhr, Martin wird sich bald melden!” Eilig strebte sie zu ihrem Zimmer, so dass Sammy kaum hinterherkam. “Ich verstaue mein Zeug und danach können wir ja zusammen auf der Terrasse sitzen.” schlug Sam, völlig ausser Puste an ihren Zimmertüren angekommen, vor. Kira rief: “Okay, bis dann!” und verschwand eilig in ihrem Zimmer. Sie überprüfte den Akkustand des Handys und legte es auf den Tisch in der Zimmermitte. Sie war total aufgeregt und freute sich auf den erwarteten Anruf.


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Samstag, 25. Mai 2013

14. Kapitel / 1




Ungeduldiges Warten

Die Rückfahrt im Taxi verging zügig und Kira konnte sich später beim besten Willen nicht mehr daran erinnern. Sie war gedanklich immer noch bei Martin und liess den Abend mit ihm immer wieder Revue passieren. In der noch verbleibenden Nacht träumte sie, dass Martin um ihre Hand anhielt und morgens wachte sie mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht auf. Als das Haustelefon klingelte, dachte sie voller Freude, dass es Martin sei. Aber es war Sammy, die wissen wollte, ob Kira Lust auf einen Einkaufsbummel in Santa Barbara de Samanà hätte. “Das ist eine super Idee!” rief Kira und Sam meinte sie soll sich fix anziehen. “In 10 Minuten hole ich dich zum Frühstück ab. Miguel hat heute frei und das Auto seines Vaters. Er will uns gerne die Stadt zeigen.” freute sich Sam. Kaum hatten sie das Frühstück beendet, erschien Miguel und begrüsste die Mädels. “Guten Morgen, ihr Hübschen!” sagte er langsam, aber in gut verständlichem deutsch. Samantha erzählte Kira, dass Miguel unbedingt deutsch lernen will und dass sie jeden Tag ein bisschen üben. Kira war echt beeindruckt. Miguel lud die beiden Mädels in den blitzblank geputzten Wagen und sie fuhren in die nun schon bestens bekannte Richtung. Unterwegs hörten sie eine “Aventura”-CD und unterhielten sich lebhaft. Als sie in die Stadt hineinfuhren, deutete Miguel nach links und sie sahen einen Ozeanriesen vor Anker liegen. Einige kleinere Boote fuhren zwischen Anleger und Kreuzfahrtschiff hin und her, um die Masse an Touristen in die kleine Stadt zu schaffen. Sam und Kira waren erstaunt von der Grösse des Schiffes, so gross hatten sie sich einen Kreuzfahrer nicht vorgestellt. Miguel parkte das Auto in einer kleinen Seitenstrasse in der Nähe des Hafens. Langsam schlenderten alle drei über den Malecòn (Hafenpromenade). Dort reihten sich etliche Verkaufsstände mit Souvenirs, Kleidung, Schmuck, Gemälden und vielem mehr, aneinander. Mit Baströcken bekleidete und weiss bemalte Männer führten Tänze der Ureinwohner auf und von allen Seiten drangen Trommeln und Livemusik herüber. Miguel, dem das Alles nichts Neues war, schmunzelte über seine Begleiterinnen, denn Sam und Kira blieben alle paar Schritte stehen und hatten vor Begeisterung ganz rote Gesichter. Gern liess er den Beiden ihre Freude und unterhielt sich inzwischen mit Bekannten. Dann kaufte er kalte Getränke und sie legten auf einer Bank sitzend eine kurze Pause ein. Fasziniert beobachteten die drei das bunte Treiben. Sie verließen den Malecòn und wanderten an den hübschen pastellfarbenen Häuschen des Pueblo Principe entlang. Kira entdeckte das Tourismusbüro und ihr kam eine Idee. “Wartet bitte mal auf mich, ich gehe da kurz rein.” rief sie und als sie gleich darauf wiederkam, hatte sie einen Packen Broschüren unter dem Arm. “Für meinen Reisebericht.” erklärte sie der fragend blickenden Samantha. “Nun muss es ja was werden!” lachte Sam und sie gingen gemächlich weiter. Miguel wollte wissen, was die Damen kaufen möchten und brachte sie zu den entsprechenden Geschäften. Sam konnte es nicht lassen und kaufte sich schon wieder Schuhe. Kira fand in einer kleinen Boutique ein schickes zweiteiliges Kleid und probierte es an. “Das nehme ich, ” dachte sie, “wenn ich mit Martin den Abend verbringe, muss ich ja gut aussehen.” Sam begutachtete ihre Freundin und befand es ebenfalls für gut. Genau richtig um Martin zu gefallen. Versicherte sie Kira. Also schob Kira ihre Pesos über den Verkaufstresen und bekam dafür eine Tüte mit dem Kleid. In einem weiteren Schuhladen (“also Sammy, meinst du nicht das reicht langsam?”) fielen Kira ein paar todschicke Sandaletten in der gleichen Farbe ihres neuen Kleides auf. Sie probierte die Schuhe an und kurzentschlossen kaufte sie die zierlichen Dinger. Der arme Miguel bekam langsam richtig zu tun, denn als perfekter Gentleman liess er es sich nicht nehmen, die Einkaufstaschen zu tragen. Zum Mittagessen kehrten sie in ein urgemütliches Restaurant mit bequemen Bambusmöbeln ein. Miguel bestellte für alle drei eine gemischte Fisch- und Meeresfrüchteplatte mit Beilagen und diese Spezialität des Hauses schmeckte hervorragend. Sie waren anschliessend total satt und verzichteten auf ein Dessert. Nach dem Essen besuchten sie den Markt. Es wimmelte nur so von Menschen und Miguel passte gut auf, um seine beiden Begleiterinnen nicht zu verlieren. Hier fand Kira für ihre Freundin Babsi ein schickes T-Shirt und für ihre Mutter verschiedene Gewürze. Auch Samantha kaufte Gewürze und für ihre Freundinnen ein paar Kleinigkeiten.



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Freitag, 24. Mai 2013

13. Kapitel / 4



“Du trägst keine Unterwäsche.” stellte er mit tiefer belegter Stimme leise in ihr Ohr flüsternd fest. Kira wurde feuerrot und war froh, dass er es nicht bemerken konnte, weil sie ihr Gesicht an seinem Hals verbarg. Er streichelte sie weiter und Kira spürte durch den dünnen Stoff ihres Kleides die Wärme seines Körpers. Ihre harten Brustwarzen drückten durch die Seide und die Luft um sie herum schien erotisch aufgeladen. Seine Lippen fuhren verführerisch an der zarten Haut ihres Halses entlang und er bedeckte jeden Zentimeter mit zart saugenden Küssen. Kiras Körper reagierte sehr stark auf Martins Zärtlichkeiten und sie fühlte eine Hitzewelle durch ihr Innerstes rasen. Unbemerkt hatte er sie tanzend in Richtung Vorderdeck geführt und nur zwei weitere Paare wiegten sich hier schmusend und völlig versunken zur Musik. Martin lehnte sich mit dem Rücken an die Reeling und zog Kira wieder fest an sich. Er löste ihr kunstvoll aufgestecktes Haar und es fiel in sanften Wellen über ihre Schultern. Er vergrub sein Gesicht in den weichen Strähnen und sog ihren verführerischen Duft ein. Kiras Finger strichen über seinen Rücken und ihre Fingernägel fuhren dabei leicht kratzend über den Stoff seines Hemdes. Er stöhnte leise auf und dann küsste er Kira auf den Mund. Er küsste sie heiss, leidenschaftlich und drängend. Kira spürte seine Hände auf ihren hinteren Rundungen und er presste sich hart gegen sie. Sie stand nun völlig in Flammen und erwiderte seine gierigen Küsse. Eine Hand fand den Weg zu ihrem Dekollete und er streichelte genüsslich die zarte Haut ihrer stark erregten Brustwarze.  Vorsichtig schob er den Stoff darüber zur Seite, senkte seinen Kopf  und strich mit der Zunge über ihr Igelschnäuzchen. Kira stöhnte lustvoll auf, als er zärtlich daran saugte und leckte. Wieder küsste er leidenschaftlich ihren Mund und streichelte sie fordernd. Kira sehnte sich mit jeder Faser ihres Körpers nach ihm. Dann hielt er sie auf Armeslänge von sich weg und zog ihren verschobenen Ausschnitt wieder gerade. Er räusperte den dicken Kloss im Hals weg und sagte rau: “Entschuldige bitte, das war keine gute Idee. Jeder kann uns sehen. Ich wollte dich wirklich nicht in Verlegenheit bringen.” Dabei strich er ihr zerzaustes Haar glatt. Kira fühlte eine tiefe Enttäuschung aufsteigen, sagte aber: “Du hast recht, Zuschauer sind auch nicht unbedingt mein Ding.” und lächelte ihn etwas gequält an. Er führte sie wieder zu ihren Plätzen und ging, neue Getränke zu holen. Kira atmete die laue Nachtluft tief ein und langsam schlug ihr Herz wieder in einigermassen normalem Tempo. Sie schaute sich um und bemerkte, dass das Schiff bereits Richtung Hafen segelte. Sammy kam zu ihr und neckte sie: “Muss Liebe schön sein, wenn man eure Leidenschaft beobachtet, könnte man richtig neidisch werden!” Ihre Schmuserei war also nicht unbemerkt geblieben und Kira fühlte sich ertappt. Sam beruhigte sie: “Da ist doch nichts dabei, Sex ist der schönste Zeitvertreib den es gibt! Ich bin so froh, dass Miguel noch mit zu mir kommt, sonst würde ich es nicht aushalten.” Die beiden grinsten sich wissend an und als Miguel und Martin mit vollen Gläsern bei ihnen ankamen, war alles wieder im grünen Bereich. Bis zum Anlegen plauderten sie locker und die eingeladenen Freunde bedankten sich bei Martin überschwänglich für die schöne Nacht. Als sie an der Marina auf ihr Taxi warteten, zog Martin Kira aus dem Lichtkegel der Laterne und küsste sie noch einmal langsam und voll süsser Leidenschaft auf den Mund. “Hast du morgen Abend Zeit für mich?” fragte er mit verführerischem Glitzern in den Augen. Kira strahlte ihn an und nickte. “Es gibt niemanden mit dem ich den Abend lieber verbringen würde!” flüsterte sie. “Gut, ich rufe dich an, sobald meine Tour beendet ist. Übrigens, zu wissen, dass du unter dem dünnen Stück Stoff völlig nackt bist, hat bei mir eine Sicherung durchbrennen lassen. Und dein Muttermal würde ich zu gerne suchen und erforschen… Ich darf gar nicht daran denken, sonst kann ich mich nicht mehr zusammenreissen!” Schnell zog er sie ein letztes Mal an sich und küsste sie kurz und hart. “Schlaf schön und träume gut!” Dann verschwand er zu Fuss in Richtung Stadt.



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Donnerstag, 23. Mai 2013

13. Kapitel / 3




. Inzwischen waren sie an der Reihe in das Schiff zu steigen und die Pärchen gingen voraus. Martin griff Kiras Hand und half ihr an Bord. Er nahm sie einen Moment fest in seinen Arm und sagte: “ Kira, du erscheinst mir wie eine Meerjungfrau. Fast hätte ich dich nicht erkannt, so zauberhaft wie du heute aussiehst.” Kira lächelte ihn darauf strahlend an. Sie suchten sich einen Platz auf dem Oberdeck und harrten der Dinge die da kommen würden. Der Katamaran legte ab und das grosse Schiff segelte mühelos in die Bucht von Samanà hinaus. Leise romantische Musik erklang und die  Anwesenden lachten, tranken und unterhielten sich. Martin wollte kurz mit seinem Freund, dem Kapitän, sprechen, der ein paar Schritte entfernt Gäste begrüsste und Kira musterte ihn dabei eingehend. Martin trug schwarze elegante Lederschuhe, eine leichte dunkelgraue Bundfaltenhose mit schickem Gürtel und ein hellblaues modernes Hemd. Über der Schulter trug er einen champagnerfarbenen Kashmirpulli. Sein Haar war frisch geschnitten und sass perfekt. Wirklich eine tadellose Erscheinung! “Er hat Stil und riecht so unwahrscheinlich gut…” dachte Kira. Martin setzte sich wieder zu ihr und legte seinen Arm auf ihre Rückenlehne. Sofort fühlte sich Kira sicher und geborgen. Der Katamaran segelte fast lautlos in einiger Entfernung vom Ufer dahin und Martin zeigte Kira und ihren Freunden, was es an Land und auf dem Wasser alles zu entdecken gab. Dicht beim Schiff tauchten riesige Vögel im Sturzflug in das Wasser und kamen etwas später mit zappelnden Fischen in den langen Schnäbeln wieder heraus. “Das sind Pelikane, die sich ihr Abendessen fangen.” erklärte Martin und sie schauten den Vögeln eine Weile interessiert zu. Eine warme Brise strich über das Meer und brachte einen süssen Duft von blühenden Hibisken mit sich. Es war wunderschön und alle anwesenden Pärchen genossen den Segeltörn. Langsam färbte sich der Himmel rosa und die Sonne schickte sich an unterzugehen. Es war ein atemberaubender Anblick und sie segelten direkt in den Sonnenuntergang. Martin zeigte Kira, dass sie nach rechts schauen solle und Kira erblickte springende Delfine, die den Katamaran ein Stück begleiteten. Dankbar lächelte sie ihn an und er nahm sie ein wenig fester in seinen Arm. Kira kuschelte sich an ihn und legte ihren Kopf an seine Schulter und wortlos genossen sie die unglaubliche Schönheit der Natur. Miguel und Samantha sassen eng umschlungen direkt neben ihnen und Kira sah Tränen in den Augen der Freundin glitzern. So glücklich wie Sammy dabei aussah, waren es vermutlich Freudentränen. Auch auf Heidruns Gesicht lag ein seliger Ausdruck und Micha streichelte Heidruns Bauch mit ihrem wachsenden Baby darin. Der Sonnenuntergang hatte ein romantisches Flair über das Segelboot gebracht.
Kaum war die Sonne im Meer versunken, hüllte dunkle Nacht den Katamaran ein und an Bord wurden bunte Lichterketten eingeschaltet. Unter Deck hatte die fleissige Crew derweil ein reichhaltiges Buffet aufgebaut und der Kapitän bat nun zu Tisch. Martin bot an, für Kira Essen zu holen und sie freute sich über das Angebot. Miguel machte es Martin nach und Kira und Sam beobachteten die Beiden.  “Ach Kira, es ist so ein romantischer Abend! Ich schwebe auf Wolke Sieben!” Kira nickte nur und lächelte gedankenverloren. “Martin ist echt ein toller Hecht! So eine schöne Idee und er sieht verdammt gut aus. Wenn ich nicht so wahnsinnig verliebt in Miguel wäre, hättest du nicht so leichtes Spiel!” neckte Sam ihre Freundin. In Gedanken gab Kira Samantha völlig recht: “Er sieht supergut aus, ist nett, witzig und charmant und er küsst so sinnlich… Er ist genau mein Typ. Ob er mich auch etwas mehr als nur mag? Hoffentlich küsst er mich heute wieder… Ich bin verrückt nach ihm!” Miguel und Martin kamen wieder an ihren Platz und Martin zeigte Kira ein silbernes Tablett auf dem er hübsch alle möglichen Leckereien drapiert hatte. Kira sah Canapees und Mini-Wraps mit zartem Räucherlachs, Kaviar, gegrillter Hähnchenbrust, Thunfischsalat und anderen Köstlichkeiten. Die nette Bedienung brachte ihnen zwei Gläser gut gekühlten Chablis und sie assen langsam und genussvoll. Martin nahm eine Erdbeere  tunkte sie in flüssige Schokolade und hielt sie Kira vor den Mund. Vorsichtig biss sie ein Stück davon ab und Martin steckte sich den Rest in den Mund. Er fütterte sie zwischendurch auch mit Weintrauben und kandierten Ananasstückchen und Kira genoss diese intimen Momente sehr. Nach dem Essen gingen die meisten Pärchen wieder auf das Oberdeck und zu langsamen Romanticsongs wurde getanzt. Der zunehmende Mond leuchtete sattgelb und die Sterne blinkten vom schwarzen Himmel, während der Katamaran ruhig über die nur leicht bewegte See glitt. Martin nahm Kiras Hand und führte sie zur Tanzfläche. Er zog sie eng an sich heran und sie bewegten sich im Takt der Musik. “Du bist einmalig.” flüsterte Martin an ihr Ohr. “Ich weiss,” flüsterte Kira zurück, “durch mein ungewöhnliches Muttermal unterscheide ich mich von allen anderen Frauen.” Kira erschrak über ihre unvorsichtige Aussage und wie befürchtet fragte Martin sofort: “Darf ich es sehen?” Und Kira stieg die Schamesröte ins Gesicht: “Lieber nicht, es ist an einer sehr intimen Stelle.” “Dann sag mir wie es aussieht und wo du es versteckst.” liess Martin nicht locker. “Es hat die Form einer Blüte und ist ungefähr 20 cm unter meinem Bauchnabel.” raunte sie ihm zu. Kira schaute hoch in sein Gesicht und konnte ihm ansehen, dass er zu gerne ihren Körper erforschen und das Muttermal in Augenschein nehmen würde. Schnell schaute sie zur Seite, damit er wiederum ihre Gedanken nicht erraten konnte.  Als einer ihrer Lieblingssongs ertönte, seufzte Kira leise und lehnte ihren Kopf an seine Schulter.  Martin hielt sie fest in seinen Armen und seine Hand streichelte dabei zärtlich ihren Rücken. Dabei gerieten seine Finger in den bis zur Taille reichenden Ausschnitt und Kira erschauerte als er ihre nackte Haut berührte. Martin fragte sie, ob sie etwas trinken möchte und sie legten eine kurze Tanzpause ein und tranken von dem erfrischenden Wein. Als sie wenig später wieder langsam tanzend in seinen Armen lag, fuhr seine zärtliche Hand seitlich an ihrem Körper entlang. Dabei berührte er kurz die Wölbung ihres Busens und fuhr weiter bis zu den Rundungen ihres Po`s und er streichelte geniesserisch darüber.


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Mittwoch, 22. Mai 2013

13. Kapitel / 2


Kira sparte sich lieber eine Antwort und sie überlegten, was sie heute Abend anziehen sollten. “Du musst umwerfend sexy aussehen, vielleicht lockt das den Martin ja aus der Reserve.” entschied Sam. Und Kira liess sich leicht davon überzeugen. Nach einem Blick auf die Uhr stellten sie fest, dass es langsam Zeit wurde, sich auf den Abend vorzubereiten. Das Taxi würde alle um 17 Uhr abholen, es blieben also nur noch knapp anderthalb Stunden. Nach der erfrischenden Dusche cremte Kira ihren Körper mit einer zart duftenden Bodylotion ein. Während die in die Haut einzog, fönte sie ihre Haare. Zur Beruhigung ihrer angekratzten Nerven mixte sie sich einen Cuba Libre und trank in kleinen Schlucken das hochprozentige Gemisch. Sie nahm ihr einziges Abendkleid, das sie dabei hatte, aus dem Schrank und drapierte es auf dem Bett. Das Kleid war aus grün-blau changierender Seide und wirklich ein sexy Teil. Kira suchte einen passenden Slip heraus, einen BH konnte man unter diesem Kleid nicht tragen. Als sie sich in die enge Stoffhülle zwängte, merkte sie, dass Martin doch recht hatte und sie um ein paar Pfund rundlicher geworden war. Als das Kleid endlich eng ihren Körper umschloss, schaute sie in den Spiegel. Vorder- und Rückenteil waren tief in V-Form dekolletiert und mit je einer silbernen dünnen Kette im Brustbereich und Mitte des Rückens zusammengehalten. Der Ausschnitt ging so tief, dass ihr Bauchnabel, den ein grüner Stein zierte, knapp zu sehen war. Sam, die gerade zur Tür hereinkam rief: “Autsch, das Kleid ist ja ein heisses Mörderteil!” und begutachtete Kira von allen Seiten. Dann stellte sie fest: “Dein Slip schneidet ein, das sieht total blöd aus.” Also probierte Kira verschiedene Unterhosen, aber das Ergebnis blieb gleich. Weil das Kleid wie eine zweite Haut sass, drückte jeder noch so kleine Slip unschön durch den dünnen Stoff. “Du lässt den Slip besser einfach weg.” meinte Sam. Kira erschrak: “Völlig ohne Unterhose? Das hab ich noch nie gemacht! Das traue ich mich nicht!” Aber Samantha überzeugte sie davon, dass nix passieren konnte. Schliesslich geht das Kleid bis über die Knie, da konnte nichts verrutschen oder hervorblitzen. Ihre schwarzen Stilettos vervollständigten das Bild eines männermordenden Vamps. Kira liess sich die Haare von Sam zu einer schicken Hochfrisur aufstecken und sie trug etwas Lidschatten, Eyeliner, Wimperntusche und rosa Lipgloss auf. Zufrieden betrachtete sie sich im Spiegel und Sam bestätigte, dass Kira absolut umwerfend aussieht und Martin bestimmt ganz heiss bei ihrem Anblick werden würde. Sammy trug einen dunkelblauen Neckholder-Overall und dazu einen strassfunkelnden Gürtel und passende Haarspangen. Miguel würde sie kaum wiedererkennen, bemerkte Kira und Sam freute sich schon auf seinen Blick. Langsam wurde es Zeit und sie gingen in die Lobby. Die Anderen tauchten auch gleich auf und waren ebenso schick gekleidet. Der Taxifahrer verriet leider ebenso wenig ein Wort und so mussten sie sich gedulden um zu erfahren wohin die Fahrt denn nun geht. Ausgelassen unterhielten sie sich über ihre Urlaubserlebnisse und schon bald tauchte Santa Barbara de Samanà vor ihnen auf. Das Taxi parkte vor einem Club im Hafen und sie verließen das Fahrzeug. Sie wurden auf die Terrasse des Anwesens geführt und dort warteten bereits andere Urlauber. Eine junge Bedienung verteilte Sekt und ein jüngerer Mann in weisser Uniform erschien. Der Uniformierte begrüsste die Gäste herzlich in der Marina. Kira spürte eine Bewegung neben sich und schaute zur Seite. Martin nahm gerade den Platz neben ihr ein. Er führte ihre Hand an seinen Mund und küsste ihre Fingerspitzen. Dann deutete er mit dem Kopf zu dem Sprecher und legte den Zeigefinger an seine Lippen. Kira sah also wieder nach vorn und bemühte sich, alles zu verstehen, denn der Mann sprach englisch. Ein schneeweißer majestätischer Katamaran mit riesigen Segeln machte unterdessen am Steg fest. Alle erhoben sich und stellten sich in einer Reihe bis zum Steg auf. Die ersten Passagiere bestiegen das Schiff und Martin nutzte die Zeit, um Kiras Freunde zu begrüssen. “Heute machen wir einen “Romantic Sunset Cruise” mit diesem herrlichen Katamaran.” erklärte er und alle jubelten. “Hier an Bord sind alle vollkommen sicher und Rettungsausrüstung ist natürlich vorhanden.” sagte er mit einem ernsten Blick.


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