Freitag, 12. April 2013
2. Kapitel / 3
Endlich hatte sie sich zu ihrem Platz durchgekämpft und musste feststellen, ausgerechnet neben der Mutter mit dem quengelnden Kind sitzen zu müssen. Aber sie wollte sich die Laune nicht verderben lassen und grüsste die beiden freundlich. Die junge Mutter nickte nur gequält und versuchte weiter ihren Sohn ruhig zu bekommen. “Er ist ein wenig hyperaktiv, aber sonst ein braves Kind. Olli möchte so gerne am Fenster sitzen, aber das ist ja Ihr Platz.” Also bot Kira an, die Plätze zu tauschen und die Mutter nahm das Angebot dankbar auf. Nun musste Kira zwar am Gang sitzen, aber der kleine Olli gab wenigstens Ruhe, vorerst. “Auch nicht schlecht” dachte Kira, “da kann ich die Beine wenigstens ausstrecken.” Gedacht, getan. Plötzlich fühlte sie einen harten Schlag an ihren Waden und ein jämmerliches Fluchen folgte. “Herrgottsakrament, welcher Depp streckt seine elendigen Kraxeln mitten in den Weg!” und ein hellbrauner zerzauster Lockenkopf tauchte an Kiras Knien auf. Erschrocken murmelte sie eine Entschuldigung, aber vor lauter Schreck musste sie wohl zu leise gemurmelt haben. “Na macht nix, ist ja alles noch dran. Ich bin der Martin. Und wer ist das bezaubernde Wesen, das mich so mir nichts dir nichts zu Fall gebracht hat? Oder sind Sie darauf versessen, dass die Männer Ihnen zu Füssen liegen?” “Kira.” Mehr brachte sie vor lauter Verlegenheit und Ärger nicht heraus. Wer war denn dieser freche Kerl? Genauer betrachtet, dieser ungemein gut aussehende freche Kerl? Inzwischen hatte der Martin sich aufgerappelt und zu seiner vollen Körpergrösse aufgerichtet. Was sie sah war ein ziemlich grosser, mindestens 1,90m Hüne, mit gut gebautem Oberkörper, schmalen Hüften und kräftigen Oberschenkeln in den recht eng sitzenden Jeans. Leider gab das locker sitzende Sweatshirt keinerlei Anhaltspunkte, aber sie vermutete ein gut ausgeformtes Sixpack darunter. Das Gesicht gleichmäßig gebräunt, männlich-markant geschnitten, leicht kantig mit kräftigem Kinn und einem angedeuteten Grübchen darin. Um die Augen viele kleine Lachfältchen, die dem gesamten eher etwas herb wirkenden Äusseren die Härte nahmen. Aber es sind die Augen! So blaue Augen hatte sie vorher noch nie gesehen! Ein solch intensives Kornblumenblau durfte es doch gar nicht geben, nicht als Augenfarbe und schon gar nicht als Augenfarbe von diesem unverschämten Kerl! Der sollte doch aufpassen, wo er hinläuft, schließlich waren ihre Beine ja lang genug. Die blauen Augen blitzten sie unverholen frech an und nun entblösste er auch noch strahlend weisse Zähne und lachte ein aufreizendes Lachen. Kira versuchte krampfhaft nicht diesen Kerl anzustarren, aber ohne Erfolg. Zum Glück forderten die netten Flugbegleiterinnen zum wiederholten Male “Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein!” und der Martin bahnte sich nun seinen weiteren Weg durch den Flieger. Kira ertappte sich dabei, wie sie mit angehaltenem Atem auf das Hinterteil des Machos starrte und das Kribbeln im Bauch fand sie auch nicht gerade lustig. “Nach dem Flug sehe ich den Typen nie wieder, also reg dich wieder ab. So wie der aussieht, hat er hundertpro ne Super-Wasserstoff-Blondine mit Körbchengrösse Doppel-D.” In diesem Moment ging ein Rucken durch die Maschine und die Boeing setzte sich langsam in Bewegung. Vor lauter Martin-Gucken hatte sie doch glatt die Sicherheitsunterweisung des Flugpersonals verpasst. “Typisch” dachte Kira “wenn wir abstürzen weiss ich noch nicht mal wo die Schwimmweste liegt, nur wegen so einem Prachtexemplar von Mann!” Aber um abstürzen zu können musste der Flieger erst mal in die Luft und das Aufbrüllen der Triebwerke kündigte den bevorstehenden Start an. Sie lehnte sich in ihrem Sitz zurück und schloss die Augen. Nach dem unerwarteten Zwischenfall wurde sie langsam etwas ruhiger und merkte, dass sie ziemlich erschöpft von der Aufregung war. Als sie die Augen nach einiger Zeit wieder öffnete, war der Flieger längst in der Luft und die Flugbegleiterinnen waren schon mit dem Austeilen der Verpflegung beschäftigt. Der kleine Olli hockte daumenlutschend auf seinem Fensterplatz und lauschte andächtig seinem Kinderhörspiel. “Was der Kleine wohl hört?” überlegte Kira “für mich war damals Bibi Blocksberg das Höchste.”
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Donnerstag, 11. April 2013
2. Kapitel / 2
Und dann war er da, der 1. Februar 2009 und endlich konnte es losgehen. Babsi liess es sich natürlich nicht nehmen Kira zum Flughafen Frankfurt zu begleiten. Zum Glück ein Sonntag und sie musste nicht arbeiten. Mit ihrem alten klapperigen Peugeot holte sie Kira morgens pünktlich ab. Blass und mit zitternden Fingern leerte Kira ihre Kaffeetasse und ergab sich ganz der drängenden Babsi, um ja nicht zu spät in der Abflughalle aufzukreuzen. “Du hast es mächtig eilig mich loszuwerden.” maulte Kira aber die Freundin wusste genau, dass im Moment die Angst vor der Courage, allein in den Urlaub zu fliegen, übermächtig an Kiras angeschlagenem Nervenkostüm zerrte. Wie immer war der Verkehr um Frankfurt herum mörderisch, auch der wieder einsetzende Schneefall und die damit tückisch werdenden Strassenbedingungen waren nicht ungefährlich, aber souverän lenkte Babs den kleinen Wagen vorbei an Baustellen und anderen Verkersbehinderungen. Endlich am Flughafen angekommen, musste Kira gleich einchecken und hatte so gar keine Zeit mehr zum nachdenken. Herzlich umarmten sich die beiden jungen Frauen und nun war auch Babsi nicht mehr ganz so cool. “He Süsse, geniesse deinen Urlaub und die prallen Früchte, in Form von dominikanischen Männerhintern und komm ja gesund wieder, hörst du?” Kira schniefte nur noch und ging dann endlich zu ihrem aufgerufenen Flugsteig. Hier gab es wie üblich Gedränge, weil jeder möglichst als erster an Bord der Boeing gelangen wollte, wohl in der irrigen Hoffnung einen guten Platz zu ergattern. Aber das Gewühle lenkte Kira von ihrem Kummer ab und langsam wurde sie ruhiger und die Freude auf diesen unerwarteten Urlaub gewann die Übermacht. Zum ersten Mal an diesem Tag freute sie sich so richtig auf die vor ihr liegende Reise und zwei Wochen in einem schicken Hotel, tausende Flugkilometer von zu Hause entfernt. Im Flieger ging es derweil wie üblich beim Ein-und Aussteigen hektisch zu. Jeder Fluggast versuchte sein Handgepäck mit mehr oder weniger Erfolg in die Gepäckablagen zu hieven und blockierte so den Gang für die nachfolgenden Passagiere. Das wiederum sorgte in den Reihen der Nachdrängenden für Unmut. Ein kleines Kind jammerte: “Mami, Mami ich muss zum Klo, ich muss Pipi, ich muss Pipi!” Und ein älteres Ehepaar regte sich über das Wetter auf: “Hoffentlich haben sie die Startbahn gescheit enteist. Ich habe gehört, dass schon einige Flüge gestrichen wurden, bisher nur Inlandflüge. Aber wer weiss das schon…” In diesem Moment wurde Kira erst so richtig bewusst, dass sie in Kürze hoch über den Wolken sein würde und ihr Magen begann zu flattern. Dreimal war sie bisher geflogen, aber so richtig gut hatte es ihr noch nie gefallen. “Hoffentlich bekomme ich keine Platzangst!” schoss es ihr durch den Kopf. Im nächsten Moment schalt sie sich selbst einen Angsthasen, das komische Gefühl blieb aber.
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Mittwoch, 10. April 2013
2. Kapitel / 1
Beginn der Reise
In den
folgenden Tagen kam Kira gar nicht richtig zum Luftholen und irgendwie erschien
ihr das alles wie in einem Film der vor ihr, wie in einem Kino, ablief. Am
Wochenende kreuzte dann ihre Mutter auf und sorgte zusätzlich für Chaos. “Kira, um
Himmels Willen, Kind, ist dein Reisepass noch gültig und wo sind deine
Reiseunterlagen? Hast du dir schon Tropenmedizin besorgt und Pfefferspray? Ich
habe gehört die Kriminalität ist dort so enorm. Und warme Unterwäsche und
Socken? Nachts kann es ja auch kühl sein, dort am Meer. Hast du Sonnencreme und
Durchfall-Tabletten? Der Lichtschutzfaktor sollte ziemlich hoch sein, damit du
deine zarte Haut nicht verbrennst. Muss man sich gegen Malaria und
Dengue-Fieber impfen lassen? Hast du beim Tropeninstitut deswegen auch
nachgefragt? Wie sieht denn deine
Reisekasse aus? Was für Geld hat man dort?” So
ging es ununterbrochen und Kira machte drei Kreuze als am Sonntagabend Mutter
Karin samt Hund die Heimreise antraten. Der Abschied von ihrer treuen Hündin Lizzy
fiel ihr nicht ganz leicht, aber schließlich würde sie diese bald wiedersehen
und ihre Mutter hatte schon öfter gut auf das kleine Kalb, wie sie Lizzy
manchmal liebevoll nannte, aufgepasst.
Dank ihrer Mutter brauchte Kira sich auch keine Sorgen mehr um das fehlende
Taschengeld zu machen, denn Karin hatte ihr fürsorglich einen grösseren Betrag
an Euros zugesteckt. Natürlich mit der dringenden Ermahnung sich bloss nicht
mit einem Dominikaner einzulassen, schließlich ist Aids dort ein schlimmes,
weitverbreitetes Problem. Aber darüber hatte auch Babsi sich schon den Kopf
zerbrochen und einen Grosspack Kondome
angeschleppt. Kira, leicht irritiert,
wollte lautstark dagegen protestieren, schließlich aber gab sie doch klein bei
und die Verhüterlis landeten im Koffer, man kann ja nie wissen. “Wenn ich euch
nicht hätte”
als Kira das dachte, wurde sie fast etwas wankelmütig und war den Tränen
ziemlich nah. Aber der sentimentale Moment ging glücklicherweise schnell vorüber
und die Vorfreude steigerte sich gewaltig.
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Dienstag, 9. April 2013
1. Kapitel / 3
Beim
Gassigehen mit Lizzy durch einen trüben schneeverhangenen Januarmorgen
beschloss Kira, noch einen Tag mit ihrer Entscheidung zu warten. Der
Aufforderung: “Bitte
teilen Sie uns ihren Abflugort und die Daten der Reiseteilnehmer innerhalb von
48 Stunden mit.”
Konnte sie schließlich auch in der 48. Stunde nachkommen. In dem kleinen
Supermarkt wo sie schon seit geraumer Zeit arbeitete, fiel es nicht weiter auf,
dass Kira an diesem Tag besonders schweigsam und in sich gekehrt war. Sie war
heilfroh nicht für den Kassendienst eingeteilt zu sein und so kam sie ihren Pflichten in ihrer
Abteilung fast mechanisch nach. In ihrem Kopf hatte sich mittlerweile ein
Vakuum breit gemacht und Kira war einfach nicht in der Lage einen klaren
Gedanken zu fassen. Uschi, die älteste Kollegin im Team, merkte in der
gemeinsamen Mittagspause, dass etwas nicht stimmt mit der sonst so fröhlichen
Kollegin. Und so erzählte Kira ihr dann ihre gesamte Misere mit all ihren
Fragen und Zweifeln. “Also
Mädchen, was bist du denn für ein Hasenfuss?! Als ich meinen Herbert noch nicht
hatte, habe ich sehr oft allein Urlaub gemacht und es sogar richtig genossen.
Da ist Niemand auf den man Rücksicht nehmen oder fragen müsste, man kann
einfach tun und lassen worauf man gerade Lust hat und Rechenschaft muss man
auch nicht ablegen.” “Das stimmt
schon, aber die Karibik ist so weit weg und ich kann kein Wort Spanisch!” Und so erzählte
Uschi der staunenden Kira, dass sie schon sehr oft in der Dominikanischen
Republik Urlaub gemacht habe, in Puerto Plata, Sosua und Cabarete. Und geriet
dabei völlig aus dem Häuschen und ins Schwärmen. “Meinen lieben Mann habe ich übrigens auch dort
gefunden.” “Was, einen
Dominikaner?”
fragte Kira ziemlich begriffsstutzig. “Ach
nein, meinen Herbert! Wir hatten Urlaub im gleichen Hotel gebucht und bei einem
Ausflug nach Santo Domingo hat es dann so richtig gefunkt zwischen uns. Nächstes
Jahr zum Hochzeitstag fliegen wir auch wieder in unser Paradies. Los jetzt. Ich
gehe mit zur Meierin und dann erzählst du ihr, dass du unbedingt diesen Urlaub
brauchst, das wird sie schon verstehen. Ich übernehme auch freiwillig deine
Abteilung für die zwei Wochen. Ich freue mich total für dich!” Und tatsächlich,
Frau Meier, die Chefin des Marktes hatte Verständnis und gab Kira, wenn auch
ein wenig zögerlich, 15 Tage Urlaub, die Hälfte ihres gesamten Jahresurlaubes.
Kira war immer noch nicht ganz wohl bei dem Gedanken und sie sagte zu sich
selbst: “Egal,
den Urlaub kann ich zur Not auch zu Hause verbringen.” Abends stand
Babsi mit einer Flasche Sekt vor der Tür und drängte sich an Kira und Lizzy
vorbei in die Wohnung. Sie packte die verdutzte Freundin und führte einen
Freudentanz im Wohnzimmer auf. Lizzy liess sich natürlich von der Freude
anstecken und hopste jaulend um die beiden Freundinnen herum. Als Kira endlich
wieder Atem schöpfen konnte, fragte sie Babs, warum sie sich denn so aufführt. “Na du fliegst
in ein paar Tagen in die Sonne und zu den süssen Rastamännern - da muss ich
mich doch einfach freuen für dich!” “Rastamänner?
Ich glaube, du bist im falschen Land. Die gibst doch auf Jamaika!” “Na
das ist doch Wurscht! Heisse Typen wird es in der Dominikanischen Republik wohl auch geben!
Los, zeig deine Sommerklamotten her, wir müssen deinen Koffer packen!” Babsis ungestüme,
lebhafte Art steckte die immer noch etwas skeptische Kira an und ganz langsam
beschlich sie Vorfreude auf den bevorstehenden, unerwarteten Urlaub. Im folgenden Glückstaumel hätte sie
fast die Antwort-E-Mail an das Reiseunternehmen vergessen. Aber die umsichtige
Babsi regelte auch das und so nahmen die Dinge unaufhaltsam ihren Lauf.
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Montag, 8. April 2013
1. Kapitel / 2
1. Kapitel / 2
“Hi Babs, rate mal was ich für dolle Post hatte!” Ausführlich berichtete sie ihrer besten Freundin Babsi von ihrem unfassbaren Glück. Babsi hörte sich den Redeschwall eine Weile an und dann stellte sie unverblümt eine böse Frage: “Und wo ist der Pferdefuss?” Kira, nun ganz kleinlaut, nuschelte: “Am 1. Februar geht es schon los und ich soll einen Reisebericht schreiben. Aber du kommst doch mit? Der Gewinn ist für zwei Personen.” “Uups, das ist aber ziemlich kurzfristig. Da musst du dir wohl eine andere Reisebegleitung suchen. Du weisst doch, dass ich am 2. meinen neuen Job in der Super-Agentur antrete, da kann ich nicht gleich Urlaub bekommen wollen. Tut mir leid Kiri, ich wäre zu gerne dabei und bin auch total neidisch. Sonne, Palmen, Meer und die ganzen knackigen Schokomänner! Du musst mir unbedingt haarklein berichten wie du die alle genüsslich vernascht hast!” “Ach Babs, hör doch auf mit dem Unsinn, Männer sind im Moment ein ziemlich rotes Tuch für mich, nach dem Reinfall mit Kai-Uwe. Und ohne dich ist der Urlaub auch nur halb, nein gar nicht schön und da bleibe ich lieber daheim.” Aber Babsi liess das nicht gelten und schwärmte von ihrem letzten Urlaub in Tunesien und der Wetterbericht für die kommenden Tage hatte außer Schnee und Matsch auch nicht wirklich etwas Angenehmes zu bieten und so beschloss Kira, alle Freundinnen zu befragen. Irgendjemand würde sie schon begleiten. Aber zwei Stunden und etliche Telefonate später, wurden ihr langsam klar, dass sie auf die Schnelle keine Urlaubsbegleitung finden würde, sogar ihre Mutter hatte bedauernd abgesagt. Allerdings hatte sie sich sehr für ihre Tochter gefreut und sofort das Hundesitting für Lizzy angeboten. Innerlich total zerrissen ging Kira an diesem Abend ins Bett. Einerseits gefiel ihr die Vorstellung dem deutschen Schmuddelwinter für 14 Tage in die Karibik zu entkommen. Karibik - allein das Wort weckte versteckte Sehnsüchte nach türkisfarbenem Meer, Kokospalmen und Sonne satt in ihr. Obwohl Kira noch nie in ihrem Leben in der Karibik war und auch die Dominikanische Republik nicht kannte, verspürte sie eine drängende Sehnsucht nach Samanà. Sie konnte sich dieses Weh tief in ihrem Inneren gar nicht erklären und schob es einfach auf den Klang des Namens - Samanà. Aber auf der anderen Seite fürchtete sie sich schon allein vor der Vorstellung ohne Begleitung eine so weite Reise antreten zu sollen. Dominikanische Republik hörte sich gut an und so einen Traumurlaub würde sie sich wohl erst in vielleicht zehn Jahren oder so in etwa leisten können… “Hmm, welche Sprache spricht man dort eigentlich? Englisch, französisch, nein, ich denke spanisch. Auch nicht viel besser. Von allen kann ich nur ein kleines Bisschen englisch, aus der Schulzeit halt.” Ganz allein in einem fremden Land und nicht einmal der Sprache mächtig - mit solch beunruhigenden Gedanken schlief Kira endlich ein und als sie am nächsten Morgen der Wecker unsanft aus ihrem unruhigen Schlaf riss, fühlte sie sich völlig zerschlagen und noch unsicherer als am Abend zuvor.
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